Wahrnehmung

Das Kind lernt über Sinneswahrnehmungen und Bewegungen seine Umwelt kennen. Es muss Dinge sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken und sich bewegen, um Informationen über sich und seine Umwelt zu erhalten. Seine gesamte Entwicklung hängt massgeblich von seinen sensomotorischen Erfahrungen ab.

Grundsätzlich sind bei der Geburt alle Sinnessysteme angelegt. Im Laufe der Zeit muss das Kind lernen die einzelnen Sinnesreize zu verarbeiten, sie zu koordinieren, richtig einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Im Alltag können verschiedene Tätigkeiten beobachtet werden, die uns einen Hinweis darauf geben, wie gut die Sinnessysteme unseres Kindes entwickelt sind bzw. zusammenarbeiten:

  • Zusammenspiel von Auge und Hand, Abzeichnen, Formen erkennen und differenzieren
  • Links-Rechts-Unterscheidung, Orientierung auf dem Papier, Zahlenraum erfassen, Darstellung von Buchstaben und Zahlen, Distanzen abschätzen
  • aufmerksames Zuhören, Fokussieren, verbale Aufträge erledigen
  • Schaukeln und Autofahren ohne Übelkeit, sicheres Bewegen und Klettern auf unebenen Flächen
  • Widerstand bei kratziger Kleidung oder klebrigen Händen
  • Zusammenspiel von Lage-, Kraft- und Bewegungssinn, verhindert z.B. das Anstossen beim Tisch oder Tührrahmen. Es ermöglicht, dass wir mit geschlossenen Augen spüren, wo sich unserer Körper im Raum befindet und ermöglicht Entfernungen abzuschätzen, z.B. dass wir sicher Treppensteigen können